Dienstag, 28. Dezember 2010

Die Suche nach dem Ort der Töne

...Inzwischen habe ich ein paar weitere Tage mit meiner Flöte vebracht. Jedes mal etwa 20-30 Minuten.

Es ist erfreulich das jede Zeit (da auf dem Boden) sich mehr Töne entlocken lassen. Allerdings bleibt das ganze noch nicht so berechenbar. Nachdem ich die letzten 2 Tage noch gut 5-10 Minuten brauchte um warm zu werden - d.h. endlich den Platz zu finden wo klarer Töne regelmäßgier sich hören lassen und auch halten lassen - ging das heute wesentlich schneller. Das wieso kann ich nicht beantworten. Freue mich das ich einfacher in den Genuß von viel Wärme und Tiefe kam. Oft spürte ich meine angespannten Finger, auch das braucht Beachtung und Lockerung. Ach ja, es gab auch ein wenig Wut und Seeligkeit und was sonst noch so am Boden zu finden ist.




Manchmal erinnert mich der Klang an Panflöten, doch eben nicht ganz. Zudem ist die Größe einfach schon beachtlich und ich habe gerne etwas kraftvolles in den Händen.

Heute habe ich auch noch ein paar Fotos gemacht die ich hier einfüge (und in das alte Post). Nicht nur der Klang ist wunderbar sondern auch das ganze Erscheinungsbild. Sagen wir mal so, es besteht Potential sich in dieses klingende, beseelte Wesen zu verlieben ;-) ...Und Dank an den Menschen der diese Handwerkskunst erlernte.

Zweisamkeit, Einsamkeit

Einblicke, Rückblicke, Ausblicke.

Die Text zu den Bildern sind oft Monate oder auch Jahre später entstanden.
Es ist eine Art Frieden zu finden. Es ist eine kleine Auswahl.

Allerdings ist das alles nur ein Ausschnitt. Ein Jahr hat zum Glück viele Tage mit vielen unterschiedlichen Erlebnissen, Gefühlen, Bildern und Begegnungen. Und Texte schreibe ich eher wenn das Sein gerade nicht so glücklich ist.



liegende Frau - 1991
Acryl auf Leinwand


DER WOLF

EIN SCHATTEN IM SCHNEE
SCHNELL - ER VERBLASST

DER WOLF
DER BLAUE
GRAUE

VERBRANNTE
LETZT NACHT

PANIK
SIE HETZTE IHN
LAUTLOS

NUN TRÄNEN
AUF DEM STRUPPIGEN FELL

BESCHMUTZ DER GEDANKE
AN GLÜCK

GETÖTET DIE HOFFNUNG

KEIN SCHIMMERN 
IM MONDLICHT

NIE MEHR

ES FRISST SICH INS HERZ
DIE ENDLOSE KÄLTE

EIN WUNSCH
SIE ZU SCHLIESSEN
DIE BRENNENDEN
AUGEN

© S. Gande 1992





24 hours - 1994
Acryl auf Leinwand (private Sammlung)




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Sofabild - 2002


KLEINER

WO IST DEINE SUCHENDE HAND?

KLEINER,
WER RAUBT MIR HEUTE DIE NACHT?

KLEINER,
WO SIND DEINE GROSSEN BLAUEN AUGEN?

KLEINER,
ES IST KEINER MEHR VOR MIR WACH

KLEINER,
WER STREICHT MIR MORGENS ÜBERS GESICHT?

KLEINER,
WO IST JIM KNOPF 
UND DEIN ROTES LIEBLINGS-SHIRT?

KLEINER,
WO BIST DU, WO IST PAPA?

© S. Gande 23.04.02


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Golden Swan - 2002 (private Sammlung)
50 x 64 cm


AM SIEBTEN TAG

WUSSTE ICH SO VIEL
SCHÖNES NEUES
VON DIR

DEIN WARMES HERZ
UND EINE HAND VOLL LEBEN
LACHEND
ZUSAMMEN ERLEBT

AM SIEBTEN TAG
EINMAL KLAR GESPROCHEN
ZU DIR

UND DU?
DA WAR NICHTS
NUR DEIN SCHOCKIERTES GESICHT

AM SIEBTEN TAG
WUSSTE ICH
DASS DU TRÄUME ZERSTÖRST

MEINE LIEBE 
ZU DIR KLEINKRIEGEN

DAS SOLLTEST DU ABER
VIER WORTE VON DIR

DOCH DA BLEIBT 
MEINE HANDVOLL LEBEN
SO OHNE VERSTAND

© S. Gande 23.03.2003



Adore
Mischtechnik auf Papier (private Sammlung)
50 x 64 cm


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Baum 2003
Mischtechnik auf Büttenpapier (private Sammlung)
ca. 80 x 105 cm


GOLDENES KALB

ICH WAR DA AM BODEN
BEI MEINEN SCHUHEN
KNIEND

UND AN NIX DENKEND
SCHUHE ANZIEHEND
AHNUNGSLOS

IRGENDWANN HOCHSCHAUEND

DU
UND ZWEI DUNKELBRAUNE AUGEN
DIE TRAFEN TIEF

ICH FASSUNGSLOS
HALTUNG SUCHEND
INNEHALTEND

BEGEISTERT
STUMM STAUNEND

UND FREUNDIN
ZEUGIN
ALLWISSEND
SOFORT LOSKICHERND

UND ICH
NOCH IMMER
GOLDIG GERÜHRT

© S. Gande 14.04.2003



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Karte Nr. 2
2005
unvollendete Kartenserie, Aquarell
10x15cm



VORHER UND NACHHER



DER BLITZ
WAR SCHON LÄNGER
UNTERWEGS



NEIN
SOWAS WOLLTE ICH NICHT
WAHRHABEN



AHNUNGSLOS
GING ICH ANS TELEFON

DANN HAT
DEINE STIMME
EINGESCHLAGEN



UND WAS SONST NOCH
EINSCHLAGEN KANN



SEITDEM BIST DU DA
UND NICHTS IST MEHR
WIE ES BIS DAHIN
IMMER WAR



© S. Gande 25.08.2007




Zweisamkeit 2005
Acryl auf Leinwand
(in der Form nicht mehr existent)



MEDITATION
HERZBEWEGEND


MIT HOCHROTEM KOPF GEBE
ICH SACHLICHE KOMMENTARE
ZU DEINEN AUSFÜRHUNGEN



ICH VERSTEHE NOCH WENIGER


WIR WAREN UNS SEHR NAHE
ICH DIR WORTLOS GEGENÜBER


DU FRAGTEST NACH
ICH FINDE NOCH IMMER KEINE WORTE
DIE DAS FASSEN KÖNNEN



DU WEISST DARUM
DEIN HERZ
LÄDT MICH EIN



© S. Gande 28.08.2007



Sonne und Mond 1/2004

Mischtechnik auf Büttenpapier
ca. 80 x 105 cm




wohin mein Herz geht 2005 (private Sammlung)


KLEINLAUT

LEBENSBEWEISE 
VON DIR
SIND NOCH HIER

HABEN AUFS UND ABS
ÜBERDAUERT
UND SICH GERETTET
WO ICH SIE NICHT SAH

MANCHMAL 
SCHÜTTLE ICH DEN KOPF

WAS WILL ICH NOCH LOSWERDEN?

HABE DICH ANGESCHAUT
ANGESPROCHEN
GANZ DIREKT
IN ERWARTUNG 
AUF HANDFESTE KLARHEIT

DOCH
DU BLIEBST KLEIN
KLEINLAUT

WEG 
UND SICH HERAUSDREHEND

SCHNELL 
ABWENDEND
DAS WARST DU

© S. Gande 01.06.2009



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Kontakt (Aikido) 2007

Mischtechnik auf Büttenpapier
ca. 80 x 105 cm




9/2007, Siebdruck
ca. 50 x 50 cm
hängt bei meinem Vater



Zwei Blumenengel auf Berg - 9/2008
Holzschnitt, A3





Zuhause - 7/2010, digitale Illu

SEHNSUCHT
FÜHRT HAND ZU HAND
UND HERZ ZU HERZ






Engel Nr. 4 - 9/2010
Aquarell

DIE ZEIT
WO WIR EINS WAREN
IST VORBEI
SELBSTÄNDIG
BLICKE ICH IN DIE WELT
HINAUS
UND SEHE DICH
ENTZWEIT

© S. Gande 12. 2010






Kiss 2 - 11/2010
Aquarell

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Winertraum auf Büffelfell - 12/2010
Aquarell, Detailansicht

FEUER

HOLZ
VERBRENNT IM FEUER
WIRFT FLACKERND
SEIN LICHT

WÄRME
ERFÜLLT DEN RAUM

WIRD ZU NÄHE
WIRD ZU STILLE

STILLE WIRD ZU FRIEDEN

VERBINDEND DAS FEUER

STARKES HOLZ
ERGLÜHT
NÄHRT DAS FEUER
NÄHRT UNS

ZERFÄLLT ZU ASCHE

UND WIEDER LEGEN WIR
HOLZ INS FEUER
UND ENTFLAMMEN

ZEITLOS


© S. Gande 12.2010



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FORM

DER HIMMEL
HAT DICH AUF MICH
GEGOSSEN

LEICHT UND SCHWER
UND DICHT
UND WARM

SO BILDEN WIR
EINE NEUE FORM
ZWEI UND EINS

© S.GANDE 13.12.2011



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DISTANZ


WOZU WARTE ICH?
AUF WAS?

DU HAST DEINEN ZAUN KLAR GEZOGEN

DAS WAS DU WILLST
HÄLT MICH FERN

UND DOCH WARTE ICH

ES WÄRE MEINE FLUCHT
JETZT ALLES HINZUSCHMEISSEN

© S. Gande Dez. 2011

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EINEN SCHRITT WEITER

DIE KLARHEIT HAT GERUFEN

ICH KONNTE NICHT WEGSEHEN

WO IST MEIN PLATZ?
WO STEHST DU?

NEBEN MIR 
GANZ BEI MIR
IN DER FERNE

DU BIST DA 
WENN DU DA BIST

DU HAST MIR EINEN PLATZ 
BEI DIR GEGEBEN

NICHT GROSS
UND DOCH MIT DEUTLICHKEIT

DA STEHE ICH JETZT
UND SPÜRE DAS DAS VOLLKOMMEN ANDERS IST

© S. Gande, 8. Mai 2012


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Der Schnitt, Aquarell 18. Juli 2012



DAS GRAUEN AM MORGEN

DU WARST VOLLER FREUDE

UND ICH SPRACHLOS
UND DOCH DA
AUCH MIT WORTEN
UND DANN DOCH FREUDE
UND SCHMERZ

HAST MEINE HAND GENOMMEN
WARST NAH
UND WARM
UND WIR
UND DICHT
UND SO SCHÖN 
SO

UND 
BLIEBST HIER

AM MORGEN
NOCH UNSCHULD
NOCH GLÜCK
UNSER LACHEN

AUFRECHT
IM RAUM
DU DANN SPÄTER

STEHEND
UND MIT MIR REDEND
WENIGE WORTE

ERKANNTE
ICH DICH

NICHT MEHR

EISKALT
UNFREUNDLICH
UND KEIN LACHEN
IN DEINEM GESICHT
MEHR

MEIN MANN
IST GEGANGEN

WOLLTE 
DAS DANN 
GENAU SO
TUN

UND 
ES BLIEB 
DAS GRAUEN
VOM MORGEN


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EIN WORT

ES IST STILL
ES IST STILL IN DER NACHT

ES IST STILL AM ABEND

WENN DU FORT BIST
BIST DU DA

IN DIESER STILLE

ICH WARTE DARAUF
OB SICH ETWAS VERÄNDERT

DOCH DIE STILLE
SCHEINT BEWEGUNGSLOS

BILDER VON DIR
VERÄNDERN SICH
EIN WENIG
OHNE ZU VERSCHWINDEN

DU BLEIBST IN DEN BILDERN
SIE SIND WEICHER GEWORDEN
DU WANDELST DICH

ICH AUCH

EIN WENIG MEHR WÄRME
WENN ICH DICH SEHE
DOCH EINE VERÄNDERUNG?

WO STEHE ICH?
WIESO BIST DU DA?
AUCH DA?

WER RUFT WEN?

ALL MEINE FRAGEN

ICH WARTE DARAUF
DAS DIE STILLE MIR EINE ANTWORT GIBT
DOCH DIE FINDET MICH NICHT
SO WIE ICH DAS WILL

SO HALTE ICH DAS HIER AUS

BIN OHNE RAT
NUR MIT DEN BILDERN
DIE KOMMEN UND GEHEN
UND DAS WAS PASSIERT

ZU DEUTLICH
UM ES ZU ERFASSEN?

ALLES SCHEINT
HAUCHZART
UND DOCH SPÜRE ICH
FEINHEITEN

SO BIN ICH
DA

KLEINE SCHRITTE

UND SCHAUE DICH AN
WIE DU ERSCHEINST
WER BIST DU?
WER IST HIER?

MÄCHTIG
EIN WORT
DAS DOCH SICH ZEIGTE
DAS ZU MIR WOLLTE
VOR EIN PAAR WOCHEN

DAS ICH KEINEM MITTEILE
JETZT NICHT

DAS KAM
DANN DOCH
IN DER STILLE
IN MIR

UND ICH BETRACHTE
DIE BILDER VON DIR IN MIR
UND SPRECHE DAS WORT
AUS

ES WIRD LEBENDIG

4.3.2013

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DER WEG IST KLAR

ICH GEHE IHN
WEITER

DAS SCHWERT HILFT MIR

ICH GEHE SCHRITT UM SCHRITT

NEU IST VIEL
GROSS DIE KRAFT
DAS IST AUCH UNGEWOHNT

UND NICHT MEHR ALLEINE

ETWAS PASSIERT

VIEL BEGEGNET MIR

UND ICH GEBE NICHT AUF

MUT IST DA
UND DAS ZUSAMMENTREFFEN
UND EINE IDEE

SO GEHE ICH WEITER
UND FRAGE DICH

DU SAGST JA

DAS SCHWERT MACHTE MIR DEN WEG FREI

ICH WEISS NICHTS
ICH KANN NICHT SAGEN WIE ALLES WIRD

DIE TAGE VERGEHEN

MANCHMAL IST FRIEDEN DA
UND ENTSPANNUNG
UND MANCHMAL AUCH GLÜCK
UND ANGST

ALLES HAT SEINEN LAUF

ICH HABE DEN SCHRITT GETAN
EINFACH SO

JETZT BLICKE ICH IN DIE LEERE
OHNE ERFASSEN ZU KÖNNEN
WAS SEIN WIRD

UND DAS IST GUT SO

31.8.2013

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IN EINEM RAUM

ICH BIN DA
WO DU AUCH BIST

WIR KÖNNEN NICHT AUS
WIR WOLLTEN DAS SO

DER RAUM IST KLEIN

WIR SIND DA
ZUSAMMEN
MIT DEN ANDEREN

DU STEHT DA
BEI MIR
DU STEHST DA
ZU MIR
VOR ALL DEN ANDEREN

WIE DU ES FRÜHER NICHT KONNTEST
ICH WUNDERE MICH

ICH HAB EINEN PLATZ
ZU DEM DU MANCHMAL KOMMST
MIT INTERESSE UND EHRLICHKEIT

MAL BIST DU NAH
MAL KÜHL
MAL FORDERND
MAL FREMD
MAL BERÜHRT
MAL RATLOS
MAL UNGEDULDIG

WIR SIND ZUSAMMEN IN DIESEM RAUM
DER ALLES KLAR ZEIGT

MANCHMAL HABE ICH ANGST DORT ZU SEIN MIT DIR

SO KAM ICH NICHT MEHR
WEIL ES WEH TAT

UND DANN HAST DU ZU MIR GESAGT
ICH SOLLE DOCH ÖFTERS KOMMEN
IN DIESN RAUM

ICH TUE ES
UND ES WIRD LEICHTER
UNS AUSZUHALTEN
UND ZU SPÜREN WAS IST


10.04.2014


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ES IST ALLES DA
BLEIB STEHEN
ÖFFNE DEINE HAND
FÜHLST DU DEIN WARMES HERZ
ES IST ALLES DA


16.01.2016

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Alle Bilder lassen sich auch wieder neu mischen. Gut das das so ist ;-)


Sonntag, 26. Dezember 2010

Letzten Sommer

bin ich auf einen Blog gestoßen der mich so berührt hat, das daraus das nachfolgende Bild entstanden ist.

Der Blog über Malte:

http://malte28082008.blogspot.com/2010/08/malte-ein-ruckblick.html

Ich habe das Bild viele Wochen in mir getragen bevor es auf das Papier gefunden hat. Zudem hatte ich den Blogschreiber gefragt ob er es annehmen möchte, sich über so etwas freuen würde. Da er offen dafür war, wußte ich ich gehe da ran. Egal was bei rauskommt.

Komischerweise hatte ich keinen großen Zeitdruck in mir und nach gut 3 Monaten mit dem Bild in mir habe ich mir dann ein Papier ausgesucht und das alles - die drei Bäume - gemalt. Auch das war ebenfalls ein Prozeß. Der nicht wie sonst bei mir recht flott von sich ging.... Und das war alles neu, auch für mich. Normalerweise, also bisher bin ich schneller vorwärtsgeschritten. Dieses Mal ist es anderes gewesen.

Schon beim malen zu Anfang merket ich, das das Bild sehr filigran wird und ich habe es schon beim Arbeiten in den einzelnen Phasen zwischen dem weiteren sich dran setzten und weiter finden sehr lange angeschaut.

Auch kam ich mir öfters eher ferngesteuert vor. Das was entstehen sollte floß aus mir raus. Und ab und an hatte ich sehr warme Füße oder mir war besonders warum ums Herz oder ich war sonstwie seelig, in Frieden. Auch habe ich oft wie ein Schloßhund geheult, ja - das gehörte auch zu dem Bild.

Es hatte für mich fröhliche Seiten/Bereiche und andere fand ich trauriger. Ich fand mich in dem Bild Zuhause und konnte mich an vielen Stellen einfach niederlassen. Ganz darin versinken. Das ist auch heute noch so.



3 Bäume 
Aquarell auf gelbem Papier. ca. 50 x 70 cm
(private Sammlung)































Nach etwa einem Monat habe ich es dann verschickt. 
Genau passend kurz vor Weihnachten. Und inzwischen ist es angekommen.

Ja, es war mir ans Herz gewachsen und es kam ja auch aus mir. 
Und doch fiel es dann nach Stunden es Anschauens leicht es wegzugeben.
Vielleicht genau deswegen.






Innerhalb dieser Phase sind auch noch 2 Engel entstanden die sozusagen auch zu dem Bild die 3 Bäume gehören. Es ist jeweils ein Engel der ein verstorbenes Kind zu sich nimmt. Auch beide Engel sind unterschiedlich, ich habe sie hier im Blog vorher schon mal gezeigt und füge sie nochmal ein, da sie dazu gehören.



Engel Nr. 17









Engel Nr. 18






Es gäbe sicher noch viel darüber zuschreiben - doch das meiste ist wortlos und in die Bilder geflossen. Jeder kann hier selber ansehen und sich einfühlen was in ihm passiert und was er wahrnimmt... und auch was er nicht sehen möchte.

Bei der Seele kommt sowieso alles an was von Bedeutung ist.

Samstag, 25. Dezember 2010

Endlich




...es hat jetzt gut 21 Jahre gebraucht das ich endlich aktiv geworden bin.
Damals war ich in Irland und hatte in einem Musikgeschäft eine wunderschöne schwarze Flöte gesehen und gehört. Diese klang ganz tief und warm und war perfekt. Leider weiß ich nicht mehr den Namen, was irisches.
Auf meinem 4 Wochen Rucksack Irland Tripp hatte ich natürlich solche Ausgaben nicht eingeplant. Ich erinnere mich nur - sie war nicht bezahlbar, dick, schön und schwarz und verzaubernd.


Jetzt viele Jahre später habe ich bei einem Facebook Bekannten nicht zufällig ein Bild von ihm mit Flöte gesehen. Es war nicht diese aus Irland, doch hinterließ sie ebenso einen Eindruck und ich wurde neugierig. Das ist dich der Anfang, oder? Neugierde.

Den Namen hatte ich noch nie gehört doch bei der Nachforschung im Web fand ich heraus das diese in Asien verbreiteten Bambusflöten und auch bei uns gespielten Instrumente genau das sind was ich schon oft auf CDs gefunden habe. Und mir je nach Spielweise sehr gut tut und mir große Ruhe und Gelassenheit verschaffen kann, sobald der Spieler mit mir auf einer Wellenlänge ist.


Im Web fand ich dann auch den Flötenbauer (Marwan Hassan) der in Deutschland lebt und seit vielen Jahren die Kunst vervollständigt und einfach einen gutes Bauchgefühl hinterließ.

Viele Monate behielt ich das im Auge und im Bauch mir hier etwas - die Flöte - zu kaufen.

http://www.shakuhachi-shop.de

...Anfang Dezember zeigte mir der Besuch auf der Seite einen großzügigen Rabatt zu Weihnachten an. Und ich habe nicht widerstanden. Und sie kam dann auch noch rechtzeitig. Jetzt habe ich einen Handwerkskünstler unterstützt - wer baut schon solche Flöten? Das kann nur Berufung sein - und habe jetzt einen neuen Begleiter der auch mal tiefe Töne von sich gibt.





Diese hat mich erstmal auf den Boden geführt. Die Shakuhachi wird eher sitzend gespielt. Freudig habe ich mich auf meinem Meditationskissen niedergelassen. Und das schon ein paar Tage vor Weihnachten. Und meine Bodenhaftung war in den letzten 2 Wochen schon sehr erschüttert worden. Wie angenehm ist es sich setzten zu dürfen. Und beim Flötenspiel vergesse ich glatt mal das die Beine gerade einschlafen. Und der Kopf ist auch freier. Solange er nicht zu viel will.

Jetzt bin ich mitten drinne mich mit diesem neuen Instrument anzufreunden. Den Ausspruch auf einer anderen Webseite - spiel einfach - habe ich auf mich übernommen. Dem schwarzen Bambus Töne zu entlocken ist nicht so einfach. Allerdings auch nicht unmöglich. Eher ist alles möglich. Von Windgeräuschen, vielen Obertönen bis hin zu einem klaren und auch mal durchdringendem Ton. Von hoch bis tief, von sanft bis wild, von außer Atem bis gelassen.



In dieser Phase bin ich gerade und sie wird auch noch unbegrenzte Zeit so weiter gehen. Wie ein anderer geschrieben hatte, ist keine Zeit mit der Flöte gleich und sie ist wie das Schwert, welches ich schon ein paar Jahre zu kennen glaube, ein perfekter Spiegel von Anspannung, Ungeduld, Freude, Atemlosgkeit, Zentriertheit und vielem anderen. Eine ZEN Flöte, sagen manche.

Ich weiß noch nicht wie es genau weiter geht. Abgesehen von der Entdeckung das ich mich mit ihr gerne zusammen auf meinem Sitzkissen nieder lasse. Und erlebe wie es heute so mit den Töne und mir ist...


Nicht zuletzt ist der Klang wunderbar (Shakuhachi D, nigra). Ohne da jetzt einen realen vergleich zu haben - die Töne die zu mir kamen waren von voll und warm und tief bis hin zu schrill und aufweckend und ich habe endlich mal wieder und immer öfter ganz tief durchgeatmet. Bzw. suchte nach Wegen wieder tief durchzuatmen zu können... Es war fast so als würde ich im sitzen ne Treppe
hochsteigen, mir ging dann die Puste aus....




Also alle denen es an Luft zum Leben fehlt und denen sonstige Atemtrainings zu blöd sind, sollten mal in sich gehen. Und natürlich auch die, die von ihr gerufen werden in anderer Form. Über das Thema wie es mit meiner Atmung steht hatte ich mir vor dem Kauf in Verbindung mit der Flöte nicht so nachgedacht.

Auch scheint es nicht Noten im klassischen Sinne zu geben. Da ich Noten als Kind nur spielen und nicht bennen konnte und doch gerne Flöte spielte, habe ich mich entschieden mich erst mal so dem Stück Bambuskunstwerk anzunähren. Das Handbuch folgt und alles weitere auch.