Donnerstag, 2. Dezember 2010

Aufbruch wohin?

Aufbruch, Aquarell 2010


Vor einem knappen Jahr ist diese Bild entstanden. Ich hatte es Aufbruch genannt. Wohin bin ich diese Jahr gegangen, was ist passiert. Ungeduldig sage ich es ist nix passiert. Doch so stimmt das natürlich nicht.

Vielleicht ist es die Unzufriedenheit darüber noch nicht angekommen zu sein. Oder ordentlich angekommen zu sein. So richtig perfekt und aufgeräumt.
Entspannt gelassen in einer noch neuen Aufgabe. Mit auch noch alten vertrauten Aufgaben und keinen Sorgen, Nöten, Unsichherheiten und ohne alleine fast alles zu regeln.

Wo wollte ich hin? Weg von vielem. Was hat sich geändert?

Ich habe wieder zu den Farben gefunden die mir seit Kindheit ein treuer Begleiter waren - wenn ich nur zu ihnen gegriffen habe. Das tue ich jetzt wieder sehr oft und es ist so als ob eine ganzes Universum in mir wartet um endlich sich bildlich zu zeigen. Das ist schon auch für mich wieder und wieder überraschend.
Und schön und auch schrecklich. Denn nicht alles ist nett was dort lebt.

...Und ich habe mir gerade drei Tage frei genommen. Nur für mich. Das tue ich sonst selten. Schränkt doch der Gedanke von Mangel solche Taten immer noch öfters ein.

Dann saß ich da und habe einfach nur dem Schnee zugeschaut wie er fällt.
Hier in meinem Sessel und bin nicht gleich wieder aufgesprungen weil ich eine Aufgabe hier zuhause gesehen habe. Die noch zu erledigen ist. Nein, ich bin sitzen geblieben.

Mir kamen Gedanken an einen Menschen der schwer krank ist und den ich regelmäßig besuche. Seit dem Zeitpunkt wurde vieles was mir gerade nicht paßt unwichtiger. Wie ist es in einer Situation zu sein wo es gerade so aussieht als ob es gilt Abschied zu nehmen? Das hatte sich auch dieses Jahr ereignet und es ist anderes seitdem ich in diesem Prozeß mit ein Teil bin. Es gibt keine Sicherheiten. Vieles kommt anderes als ich denke. Und jeder Tag ist kostbar, ein Geschenk.

Und ich habe an die Schwertgruppe in Münster gedacht die diese Woche ist. Ich hatte abgesagt und ein Bekannter von mir auch. Und ein anderer sagte ebenso er bereue es sich nicht angemeldet zu haben... Und er mailte mich am Montag an - ...wir sollten doch eine Gedenkminute einlegen. (Die Idee ging ganz schön tief)

Eine Minute für die Gruppe und Günther unseren Lehrer. Alle wären wir gerne da gewesen um das Jahr abzuschließen und zu uns zu finden und in der herzlichen Atmosphäre beisammen zu sein und neues aufzunehmen. Natürlich ist das ein gewisser Luxus, das für sich zu tun. Und ich verzichtete schweren Herzens darauf.

Jetzt bin ich hier, um mich mein Chaos. Es ist Zeit hier einiges Ordnung zu bringen. Günther sagte noch vor einem Jahr - wenn du mit etwas nicht weiter kommst räume auf - und dann wirst du sehen das es auch wieder weiter geht...

Das tue ich dann morgen. Ein wenig habe jetzt ich schon angefangen.
Ja, im Äußeren und im Inneren aufräumen....

Und das zweite Pferd zeigte dann einen Ausblick...

Aquarell, 2010


Das Bild heißt "am Morgen" und sie sind hintereinander entstanden...

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