Dienstag, 29. März 2011

Drachen Tage

....vor einiger Zeit habe ich die "Eragon" Bücher verschlungen.

Und seit der Zeit sind Drachen wieder bei mir. Erst flogen sie nur in meinem Kopf herum und dann wurde mir bewußt, das ich sie seit meiner Kindheit schwer vernachlässigt habe. Obwohl ich sie liebte, so sehr.

Den letzte malte ich in den ersten Schuljahren.
Und ein paar flogen am Himmel.

Das sollte sich jetzt ändern. Erst waren die Bücher mit den phantastischen Drachen Illustrationen von John Jude Palencar und dann folgte der erste Drache im Atelier, mit dem ich nicht so zufrieden war. Und wieder aufhörte. Ein Drache, ein netter, ein Anfang. So blieb es eine Weile.

...Vergessen hatte ich, das ich einem guten Freund von den Drachen und das ich endlich wieder welche malen mag erzählt hatte, der das ganz toll fand. Und ich zudem großzügig zu ihm sagte - wenn Du magst, male ich Dir einen - nur für Dich - er war begeistert.

Wie das dann manchmal so ist, hatte ich das ganze dann im Alltag vergessen.
Und wurde dann Wochen später gefragt - was ist aus ihm - meinem Drachen - geworden? Ich gab zu, das noch nichts passiert ist, auf dem Papier, und ich das nachholen wollte.


Wieder Stille, wieder kein Drache - doch dann letzten Sommer, Monate später, habe ich mich hingehockt und heimlich dran gearbeitet um dann meinem verdutzten Freund sagen zu könne - so jetzt kannst Du ihn abholen. Dein persönlicher Drache ist fertig. Er ist ganz toll geworden.



Und ja, er hatte dieses inzwischen auch vergessen und freute sich unglaublich.
Doch holte ihn nicht ab.
Komisch.

Auch das kann wohl schwer sein.
Er ist fast erstickt in Arbeit und fand nicht zu mir.
Oder warum auch immer. Vielleicht wollte er sich ihm nicht stellen...






Dann nach ca. 5 Monaten kam der Anruf - Du ich glaube ich brauche den gerade und jetzt sehr nötig. Verständnis. Ich habs ja gewußt. Krisen an jeder Ecke.

Tja, dann hat er ihn abgeholt.
Ich habe ihm auch gesagt das dieser ja für ihn da ist und so viel Power hat und er diesen doch bitte schön für sich arbeiten lassen soll - egal was passiert.




Da war er meiner Meinung. Und er war richtig gerührt, so wie ein Mann das manchmal sein kann.

Und jetzt treibt der Drachen bei ihm sein Unwesen und ich hoffe das er ihm kräftig einheizt. Das wünsche ich dem Freund - er soll sein Feuer finden.....sein Feuer pflegen und der Drache ist dafür da und für vieles andere, was ich nicht weiß. Ja, genauso ist das.

Es ist wieder still geworden um diesen Freund und doch bin ich mir sicher,
der Drache wohnt da und macht was er will und der Freund muß mit...

Natürlich male ich auch für andere Interessenten den persönlichen Drachen.
Bin überzeugt den kann jeder gebrauchen. Der eine hat einen Schutzengel der andere eben einen Drachen...

Samstag, 19. März 2011

Lebenskreis







Aquarell 
46 x 61 cm









Der erste Abend mit diesem Bild...















Am zweiten Arbeitstag...

Freitag, 18. März 2011

Libya


zum Thema dieses Krieges in Libyen
und dem Wandel im nahen Osten
sind bisher diese Bilder entstanden.

Sie haben eine starke Verbindung zu
dem Künstler Mohammad bin Lamin.
Der Mitte Februar verhaftet 
wurde und seitdem verschollen ist.

Nach Zeiten der Stille und Mediation, Schmerz und Chaos
habe ich in meinem Inneren dieses gefunden 
und dann später gemalt.
Einige begleiteten mich auch über Tage 
und waren fast immer da.
Es war für mich befreiend dies zu malen.

Sie zeigen mir Freud und Leid.
Und oft sehr nahe beieinander...


Wandel
14.3.2011
36 x 48 cm
Aquarell



Aufbruch
14.3.2011
36 x 48 cm
Aquarell



Isolation
26.2.2011
36 x 48 cm
Aquarell



Aushalten
25.2.2011
36 x 48 cm
Aquarell

Sonntag, 13. März 2011

Weinendes Paar

Dies  Bild ist am Anfang dieses Jahres entstanden.
Da hatte ich Zeit für mich und da durfte alles sein, auch Trauer.


Aquarell 36x48 cm
Januar 2011

Freitag, 11. März 2011

Heute ganz KEN PANDA

pünktlich zum Wochende ist mein neues KEN PANDA
Kapuzenshirt eingetroffen. Es kommt aus Berlin, ist nach meinen Maßen
geschneidert worden und in einem coolen und einmaligen Kupfermetallicton
in wunderbaren Lilien in Siebdruck bedruckt. Ich komme mir gerade
sehr ritterlich vor und sanft in Biobaumwolle gehüllt.... froi...




Natürlich ist mir auch noch keiner in dem Teil in München an der Nase vorbei gelaufen. Was für mich inzwischen nicht mehr so wichtig ist, wie in früheren jungen Jahren. Doch registriert habe ich das doch ;-) Und ja, individuelle Stile ziehe ich vor.
Immer mehr und öfter.



Heutzutage ist das viel einfacher möglich. Dank Web und hilfreicher Vernetzung. - Immer wieder bin ich begeistert was für geniale Designer sich da auf den Weg machen und endlich ihre treuen Kunden finden und nicht mehr länger sich für ein paar Kröten (oder in monatelangen unbezahlten Praktika) in Agenturen aufarbeiten lassen sondern ihr eigens Ding machen.


Und es gibt KEN PANDA (Kenan Polat + Eva Anke) und das nicht erst seit gestern, die hoffentlich davon leben können und nicht nur überleben. Das ist richtig. Jeder hat was im Kasten. Er muß nur rein gucken und zugreifen und vom Reden zu Taten schreiten und nicht aufgeben, egal was die anderen oder die Stimme im Kopf sagt...





Ich hatte das Label aus Berlin schon seit Monaten im Auge und nachdem mir viele Sachen von der Stange sowieso zu klein sind, bin ich dazu übergegangen mir die Kleidung über das DAWANDA Portal passend schneidern zu lassen - viel erfreulicher und interessanter als gefrustet die (teuren) Münchner Läden mit leeren Händen wieder zu verlassen.

...Über diese Form von Geschäften bin ich zudem ehrlich glücklich und unterstütze diese Kämpfer gerne. In die Kleidungsstücke fließt viel Herzblut hinein und das schätze ich. Die arbeiten ebenso kreativ wie ich an meinen Bildern. Und sind Kundennah. Der Kontakt ist direkt. So will ich das.

Link:

Sonntag, 6. März 2011

Der Ton und die Trauer








Viele Wochen habe ich meine Flöte jetzt angeschaut, an sie gedacht und doch nicht wieder zurück mit ihr auf das Kissen am Boden gefunden. Es war eine Sehnsucht in mir mit dem Wissen das sie mir wieder sehr gut tut, wenn ich mit ihr bin. Der Klang bringt mir Ruhe und Frieden. Und es ist keinerlei Leistungsdruck da. Sie klingt so wie sie klingt und es gibt kein richtig und kein falsch...

Seit gut 2 Wochen ist ja mein Kunstfreund Mohammad aus Libyen verschollen und da habe ich (verzweifelt) zu ihr gegriffen. An den ersten Tagen nach dieser erschütternden Nachricht. Doch vor lauter Trauer konnte ich nicht spielen. 



Heute Tage später, ohne erfreuliche Nachrichten und auch schon Gestern war ich wieder ganz eins mit ihr. So perfekt oder unperfekt sie auch mit mir klingen mag. Und auch wenn eine Pause da war habe ich das Gefühl es ist nichts verschwunden. Ich knüpfe da an wo ich war. Sie holt mich da ab wo ich heute bin. Wir haben beide geweint, denn noch immer ist es still. Kein "hello my dear" aus Libyen nur der Ton, die Töne der Shakuhachi....

Mohammad Bin Lamin
in China









Deva und das Paar


Deva, ein Bild was mir sehr am Herzen liegt.
Auch ein Selbstbildnis. Es ist so das ich normalerweise nicht so lange eine
intensive Verbindung zu einem Bild habe. Oder das nur bei ganz wenigen vorkommt - bei Darstellungen einer geliebten Person oder anderem was mit einem tiefreichenden Kontakt zu einem Menschen oder z.B. Ort tun hat. 




Neue Tage bringen inzwischen wieder neue Bilder und neue Verbindungen. ...Denn Malen kann ich stolz sagen, habe ich wieder in meinen Alltag integriert, seit Weihnachten 2010. 


Neue Tagesaufnahmen von mir und dem was mich bewegt - doch dieses, die Deva, ist ein Ausnahme. Es ist für mich eher das Bild eines Lebensabschnittes und hält länger Kontakt, ohne das ein anderes Bild es verdrängen kann. Noch immer ist das Betrachten etwas wo ich nicht alles begreifen kann. Es bleibt unergründliches zurück. 
Es ist im August 2010 entstanden.
Für mich hat es viele Seiten. Dunkle und helle.


Eine Idee kommt mir gerade - mir wieder solches verwittertes Papier zu besorgen und zu ergründen ob es noch andere Frauen/Männer gibt, die sich dieser anschließen könnten..... vielleicht brauchen sie dieses unperfekte Papier?

Soweit ich mich erinnere verwendete ich indisches Papier 
und unterschiedliche Farben. Das Papier wird mehr ausbleichen - hingegen bleibt 
die Leuchtkraft der Farben erhalten. Zerfallen und blühen...

Deva
50 x 77 cm
2010


Das zweite Bild was ich "Durchdringen" genannt habe entstand auch noch an diesem Tag. Sie sind beide einzigartig und es haben sich nicht direkt weitere in der Form angeschlossen.

Der Titel kommt von einem Lehrer von mir, der mir erklärte das ein Mann in einer Beziehung eine durchdringende Kraft haben sollte. Er sollte die Frau durchdringen, das fand ich radikal.



Mit dem Begriff konnte ich mich nicht anfreunden und doch habe ich es so wie ich ihn verstanden habe in diesem Bild ausgedrückt. Denn das Wort ist seitdem auch in mir, inzwischen viele Monate.
Zudem verkörpert für mich dieser Lehrer diese Fähigkeit...




Durchdringen
77 x 48 cm
2010

Samstag, 5. März 2011

Die Wüstenkriege und die Künstler


....Was wird aus meinen Kunstfreunden aus Libyen - und was tun wir, die wir nicht vor Ort sind, sondern mit unseren Herzen, Gedanken und Gebeten verbunden? Es entsteht etwas, was ich weiter unten zeige.
Zum Beispiel die Bilder von Ali...

Und wie ist es mit der direkten Kontakt über das Web zu denen um die es so still geworden ist? .....Leider noch keine Rückmeldung auf Facebook von Mohammad bin Lamin und Adnan Meatek. Folgender Bericht klingt nicht positiv.
Represión en Libia salpica a Nicaragua

Ich warte, wir warten. Das ist schwer.

Allerdings hat sich Adel Fortia am 2.3. gemeldet. Um diesen Künstler war es auch still gewesen. Er schrieb das FB zur Zeit nicht läuft. Und es sehr schrecklich gerade ist. Auch er lebt in der selben Stadt wie Mohammad, Misrata.

Juli 2011:
Inzwischen sind einige Monate vergangen.
Nach wievor ist für mich unklar was aus Mohammad bin Lamin geworden ist.
Arbeiten von ihm sind im Web oder über den Link zu sehen.

Ich habe noch kein Lebenszeichen von ihm erhalten.
So warte ich darauf etwas zu hören oder zu sehen.
Sein Verschwinden bringt (noch immer) Trauer mit sich.

Und ich schätze es in einem Land zu Leben wo Künstler zur Zeit nicht verfolgt werden. Immerhin kann ich seine Arbeiten anschauen und mich daran erinnern was wir alles geteilt haben.

Bei der Facebookgruppe Freedom for Artist Mohammad bin Lamin sind inzwischen einige Arbeiten von Gruppenmitgliedern zu sehen, die sich mit Libyen und Zeiten des Umbruchs in anderen Ländern auseinandersetzten.

Hier einige aktuelle Bilder von Ali Rahamad, den ich sehr schätze. Werke von ihm sind Geschenke, die mich bleibend beeindrucken. Ich nenne sie schön - ja, auch wenn es um Krieg geht - denn es geht zugleich auch um Frieden. Sie spiegeln einen Ausschnitt von dem was im nahen Osten passiert wieder. Und das nicht nur in schwerem schwarz. Sondern es ist auch hier Leben zu sehen. Und Leben hat bei ihm alle Farben.

Wie auch schon eine Serie die die Ölpest in den Usa im letzten Jahr und die Monate danach begleitete, finde ich es spannend und tief berührend wie sich auf ihnen so viel zeigt und die Arbeiten nicht nur Momentaufnahmen sind, sondern am Geschehen dran bleiben - über Wochen und Monate.

Seine Kunst ist oft in großem Format angelegt und farbenfroh.
Selber lebte er zudem viele Jahre in Rosenheim (Süddeutschland, Bayern) und freut sich wenn er auf meinem Facebook-Profil Fotos von Deutschland, München und Umgeung findet.
Er schrieb einmal zu den Aufnahmen "Bring back memory... the light it still burning... home... always." Da war ich ganz gerührt.



Pray, 2011. 
Acrylic on canvas 
78hX102w cm


Awakening Uprising 2011 
Acrylic on canvas
78wX102h cm


Freedom Prayer in Middle East, 2011 
Acrylic on canvas
78hX102w cm



Tahrir Square, 2011
Acrylic on canvas
30hX26w cm

Textausschnitt von Ali's Profilen im Web:


"Ali Rahamad, native of Malaysia and citizen of the world, wends his way through the complexities and conflicts of the modern world with labyrinthine skeins of pigment. Emerging from a humble village of rubber tappers, he displayed precocious artistic gifts, carving novel wood and stone sculptures even before adolescence.


Ali’s art has always been predicated on the urgent need for a healing of the injured environment and its human fallout. His extraordinary work deserves to be better known, especially as a revelation of his insightful intelligence and passionate defiance of social injustice and needless, catastrophic wars. For Ali the birds represent freedom and peace, and restore harmony to the troubled world.


However much that world has changed over the course of the last century, the new millennium finds artists like Ali Rahamad hard at work in his solitary effort to engage critical issues of self-, cultural, and national identity. His work challenges the prevailing stereotype of the apolitical artist, and he has shown great courage in his grappling with some of the more pressing concerns of the day and protesting the oppressive conditions that exist under the cloak of patriotic rhetoric and hollow ideals.


Searenity Inflamed, 2011, Acrylic on canvas, 78hX204w cm


He has stripped away the veil of this rhetoric to expose the wellsprings of tyranny in vivid and unforgettable imagery. At the same time, he has also made an effort to tap into the mystical links between human beings and the natural environment, promoting a more spiritualized, and thus more universal, vision of painless progress attended by life and peace instead of discord and death."


Al Boime, art historian, professor at the Department of Art History at the University of California, Los Angeles (UCLA), and author of A Social History of Modern Art, Vols. 1 & 2.


ALI MABUHA (ALI RAHAMAD)
Born in Malaysia, 1952


Self taught artist. Artistic work influenced by personal journeys and experimentation throughout the world: Malaysia, Singapore, India, Nepal, Pakistan, Afghanistan, Iran, Turkey, Greece, Switzerland, Germany, Holland, England, Yugoslavia, France, Italy, Austria, Egypt, United States, Hong Kong, Luxemburg, Thailand, Philippines, Canada, Indonesia, Mexico, Colombia.






1973-1975 Living in Amsterdam, Holland.
1975-1984 Living in Rosenheim, Germany.
1985-2009 Living in Los Angeles, U.S.A.


Woman in Veil Series, 2006
"Culture and Freedom"
Acrylic on canvas
188hX114w cm


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