Sonntag, 6. März 2011

Der Ton und die Trauer








Viele Wochen habe ich meine Flöte jetzt angeschaut, an sie gedacht und doch nicht wieder zurück mit ihr auf das Kissen am Boden gefunden. Es war eine Sehnsucht in mir mit dem Wissen das sie mir wieder sehr gut tut, wenn ich mit ihr bin. Der Klang bringt mir Ruhe und Frieden. Und es ist keinerlei Leistungsdruck da. Sie klingt so wie sie klingt und es gibt kein richtig und kein falsch...

Seit gut 2 Wochen ist ja mein Kunstfreund Mohammad aus Libyen verschollen und da habe ich (verzweifelt) zu ihr gegriffen. An den ersten Tagen nach dieser erschütternden Nachricht. Doch vor lauter Trauer konnte ich nicht spielen. 



Heute Tage später, ohne erfreuliche Nachrichten und auch schon Gestern war ich wieder ganz eins mit ihr. So perfekt oder unperfekt sie auch mit mir klingen mag. Und auch wenn eine Pause da war habe ich das Gefühl es ist nichts verschwunden. Ich knüpfe da an wo ich war. Sie holt mich da ab wo ich heute bin. Wir haben beide geweint, denn noch immer ist es still. Kein "hello my dear" aus Libyen nur der Ton, die Töne der Shakuhachi....

Mohammad Bin Lamin
in China









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