Samstag, 5. März 2011

Die Wüstenkriege und die Künstler


....Was wird aus meinen Kunstfreunden aus Libyen - und was tun wir, die wir nicht vor Ort sind, sondern mit unseren Herzen, Gedanken und Gebeten verbunden? Es entsteht etwas, was ich weiter unten zeige.
Zum Beispiel die Bilder von Ali...

Und wie ist es mit der direkten Kontakt über das Web zu denen um die es so still geworden ist? .....Leider noch keine Rückmeldung auf Facebook von Mohammad bin Lamin und Adnan Meatek. Folgender Bericht klingt nicht positiv.
Represión en Libia salpica a Nicaragua

Ich warte, wir warten. Das ist schwer.

Allerdings hat sich Adel Fortia am 2.3. gemeldet. Um diesen Künstler war es auch still gewesen. Er schrieb das FB zur Zeit nicht läuft. Und es sehr schrecklich gerade ist. Auch er lebt in der selben Stadt wie Mohammad, Misrata.

Juli 2011:
Inzwischen sind einige Monate vergangen.
Nach wievor ist für mich unklar was aus Mohammad bin Lamin geworden ist.
Arbeiten von ihm sind im Web oder über den Link zu sehen.

Ich habe noch kein Lebenszeichen von ihm erhalten.
So warte ich darauf etwas zu hören oder zu sehen.
Sein Verschwinden bringt (noch immer) Trauer mit sich.

Und ich schätze es in einem Land zu Leben wo Künstler zur Zeit nicht verfolgt werden. Immerhin kann ich seine Arbeiten anschauen und mich daran erinnern was wir alles geteilt haben.

Bei der Facebookgruppe Freedom for Artist Mohammad bin Lamin sind inzwischen einige Arbeiten von Gruppenmitgliedern zu sehen, die sich mit Libyen und Zeiten des Umbruchs in anderen Ländern auseinandersetzten.

Hier einige aktuelle Bilder von Ali Rahamad, den ich sehr schätze. Werke von ihm sind Geschenke, die mich bleibend beeindrucken. Ich nenne sie schön - ja, auch wenn es um Krieg geht - denn es geht zugleich auch um Frieden. Sie spiegeln einen Ausschnitt von dem was im nahen Osten passiert wieder. Und das nicht nur in schwerem schwarz. Sondern es ist auch hier Leben zu sehen. Und Leben hat bei ihm alle Farben.

Wie auch schon eine Serie die die Ölpest in den Usa im letzten Jahr und die Monate danach begleitete, finde ich es spannend und tief berührend wie sich auf ihnen so viel zeigt und die Arbeiten nicht nur Momentaufnahmen sind, sondern am Geschehen dran bleiben - über Wochen und Monate.

Seine Kunst ist oft in großem Format angelegt und farbenfroh.
Selber lebte er zudem viele Jahre in Rosenheim (Süddeutschland, Bayern) und freut sich wenn er auf meinem Facebook-Profil Fotos von Deutschland, München und Umgeung findet.
Er schrieb einmal zu den Aufnahmen "Bring back memory... the light it still burning... home... always." Da war ich ganz gerührt.



Pray, 2011. 
Acrylic on canvas 
78hX102w cm


Awakening Uprising 2011 
Acrylic on canvas
78wX102h cm


Freedom Prayer in Middle East, 2011 
Acrylic on canvas
78hX102w cm



Tahrir Square, 2011
Acrylic on canvas
30hX26w cm

Textausschnitt von Ali's Profilen im Web:


"Ali Rahamad, native of Malaysia and citizen of the world, wends his way through the complexities and conflicts of the modern world with labyrinthine skeins of pigment. Emerging from a humble village of rubber tappers, he displayed precocious artistic gifts, carving novel wood and stone sculptures even before adolescence.


Ali’s art has always been predicated on the urgent need for a healing of the injured environment and its human fallout. His extraordinary work deserves to be better known, especially as a revelation of his insightful intelligence and passionate defiance of social injustice and needless, catastrophic wars. For Ali the birds represent freedom and peace, and restore harmony to the troubled world.


However much that world has changed over the course of the last century, the new millennium finds artists like Ali Rahamad hard at work in his solitary effort to engage critical issues of self-, cultural, and national identity. His work challenges the prevailing stereotype of the apolitical artist, and he has shown great courage in his grappling with some of the more pressing concerns of the day and protesting the oppressive conditions that exist under the cloak of patriotic rhetoric and hollow ideals.


Searenity Inflamed, 2011, Acrylic on canvas, 78hX204w cm


He has stripped away the veil of this rhetoric to expose the wellsprings of tyranny in vivid and unforgettable imagery. At the same time, he has also made an effort to tap into the mystical links between human beings and the natural environment, promoting a more spiritualized, and thus more universal, vision of painless progress attended by life and peace instead of discord and death."


Al Boime, art historian, professor at the Department of Art History at the University of California, Los Angeles (UCLA), and author of A Social History of Modern Art, Vols. 1 & 2.


ALI MABUHA (ALI RAHAMAD)
Born in Malaysia, 1952


Self taught artist. Artistic work influenced by personal journeys and experimentation throughout the world: Malaysia, Singapore, India, Nepal, Pakistan, Afghanistan, Iran, Turkey, Greece, Switzerland, Germany, Holland, England, Yugoslavia, France, Italy, Austria, Egypt, United States, Hong Kong, Luxemburg, Thailand, Philippines, Canada, Indonesia, Mexico, Colombia.






1973-1975 Living in Amsterdam, Holland.
1975-1984 Living in Rosenheim, Germany.
1985-2009 Living in Los Angeles, U.S.A.


Woman in Veil Series, 2006
"Culture and Freedom"
Acrylic on canvas
188hX114w cm


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