Montag, 18. April 2011

Das Rohr zum Frieden

Das Leben im Inneren....


Es ist mal wieder Zeit etwas über mich und die Shakuhachi zu schreiben. Sie ist ja jetzt schon einige viele Wochen bei mir. Und ich bin noch (und nachwievor) dankbar für meinen Schritt des Erwerbs.

Ich kann mich nicht dran erinnern, das ich schon einmal ein Instrument hatte, zudem ich richtig Sehnsucht und eine tiefere Verbindung hatte. In der Form das ich mich unwohler fühle, wenn ich längere Zeit, ich sag mal eine Woche, keinen Raum für sie hatte.

So ganz erklären kann ich das nicht. Doch diese Flöte ist das erste Instrument was mir keinen Streß bereitet. Ich kann diesen endlich bei Seite legen. Ich muß nix können. Ich setzte mich nur auf mein Meditationskissen und blase hinein und warte auf Töne und bin seelig. Töne kommen immer, mal klarer, mal unsauberer und doch verändert es sich bisher nach einigen Minuten zum Fluß. Es läuft, vieles kommt, vieles klingt ähnlich und doch ist mein Eindruck es ist anderes als vor 3 Tagen oder 2 Wochen. So genau kann ich mich dann da auch nicht mehr dran erinnern, es ist auch egal.

Die Veränderung, Erweiterung freut mich und doch geht es mir zur Zeit darum den Platz am Boden zu finden. Und mit der Flöte und den Tönen ist es etwas mehr als nur ohne alles, nur mit mir in mich zu gehen. Ich will gerade diese Töne. Das heilt etwas. Das hat etwas von zusammen sein. Es ist nicht alleine. Und es, die Zeit, ist nicht berechenbar. Ich bin da so wie ich gerade bin und gut is...

Denn ich spüre auch die letzten 5 Monate haben mich Kraft und Substanz gekostet haben. Da ist viel passiert, viel Bewegung ist. Erschütterungen, Existenzängste und immer wieder ein neues mich entfalten und ausrichten. Ein nicht aufgeben und weitergehen. Eine Hilfe beim dastehen und die Tage und Wochen meistern. Und Rast suchen, diese kleine Pause, in der Zeit wo Urlaub ein Gut ist was ich gerade nicht habe.

Der Klang bringt Trost, Ruhe, Durchatmen - etwas wohltuendes und volles was mich erfüllt.

Und danach habe ich Sehnsucht an den Tagen ohne dem Bambus in der Hand.
Sie liegt immer sichtbar im Raum. Nur zugreifen, ein Schritt zu ihr.

Das ich sowas noch mal erlebe - allerdings geht es mir mit dem Malen inzwischen genauso. Tatsächlich brauche ich das.
Also eine kleine Sucht (oder Suche....)

Es ist so wie wenn dieses Bambus Rohr tatsächlich zutiefst beseelt ist und nur auf mich wartet. Denn ohne den anderen (mich) kein Ton erklingt.

Von der schamanischen Sichtweise, die mir auch geläufiger ist, ist ja sowieso alles beseelt. Und vor ein paar Monaten hatte mich ja mein Fahrrad gerufen, im Geiste - sehr eindringlich, welches an einem Bauzaun angekettet war, mit vielen anderen Rädern. Dieser wurde nur vorrübergehend für die Fahrräder aufgestellt und dann wieder abgebaut. Doch insgeamt stand der Zaun schon lange da, weil bei einer U-Bahnstation das sehr komplexe und pyramidenförmige Glasdach erneuert wurde.

...Und es hatte mich gerufen - als ich hinkam stand noch ein Zaunelement auf der Wiese mit meinem Rad dran gekettet, als letztes... tja... seitdem Tag hat sich mein Horizont sehr erweitert. Und ich weiß das mich alles rufen kann wenn es was wichtiges zu sagen hat..... Und treues Rad wollte nicht verschleppt werden.

Ja, so ist das gerade.
Heute habe ich mich sehr müde hingesetzt, auf den Platz vor meinen Ofen und gespielt. Es war eine Zeit die ich echt gebraucht habe. Die paar wichtigen Minuten, wenig reicht da um gut zu tun.....

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen