Samstag, 10. Dezember 2011

Steinbildhauen, Meditation, Achtsamkeit

Heute habe ich das neue Programm des Intersein Zentrums von Hohenau (bei Passau) erhalten. Sie bieten 2012 wieder einen Kurs mit dem Bildhauer Thomas Reuter an und spirituell wird das ganze durch Karl Riedl begleitet.

Ich selber habe den Kurs vor ein paar Jahren besucht. Er hat mir sehr geholfen, Spaß gemacht und wir waren eine tolle Gruppe.

Unserer Lehrer hat uns bestens begleitet bei der nicht ganz so berechenbaren Arbeit. Es waren sehr lebenslustige Menschen da zusammen - so unterschiedlich aus ganz Deutschland und auch noch ein Junge aus Italien. Das einzige Kind zu der Zeit im Haus das dann ab und an bei uns unters Sonnensegel kam und auch seinen Stein hatte.

Die Tage waren sehr spannend. Was da so alles passiert ist mit uns und den Steinen... Wir hatten zu tun und wurden auch umsorgt. Und das Küchenteam hat uns dann der doch härteren Arbeit entsprechend bei kaltem Wetter bestens bekocht.

Das alles war dann auch ein Auslöser dafür das ich heute wieder mehr Platz für Kunst in meinem Leben habe. Der Ort verbindet Achtsamkeit, Meditation, Stille mit dem Arbeiten am Stein. In einer Umgebung die einfach dafür da ist.

Der Platz wo das Zentrum liegt ist am Ende der Welt - man macht sich dahin also wirklich auf den Weg. Viele fahren durch halb Deutschland um da endlich voller Sehnsucht "anzukommen" und zu sich wieder zu finden. Die äußerst herzliche Hausgemeinschaft trägt die Lehren von Thich Nhat Hanh weiter. Es ist ein Ort für Bewußtheit, Langsamkeit und offene (oder sich öffnende...) Herzens.



Mein letzter Kurs hat eine Woche gedauert und es gab Meditationszeiten, Yoga, das Arbeiten am Stein, Gruppengespräche und Zeit für sich. Alles mitten in der Natur am Waldrand auf einem Hügel gelegen.

Ich finde dort einfaches und entspanntes Leben, vegetarisches schlichtes Essen, sehr interessierte ruhige Haus-Gäste die nicht den Kurs besuchen, Lieder die gesungen werden sowie Sonnenschein und Regen. Und ev. die Möglichheit zur Gehmeditation am Nachmittag, wenn da nicht gerade Kurs ist.

Und auch einige Gäste aus Italien finden sich regelmäßig ein, die in engem Kontakt mit dem Haus stehen und z.B. lernen wie mann so eine Gemeinschaft / Haus leitet und pflegt. So wird im Haus auch italienisch gesprochen. Oft sind die Ansagen zweisprachig (D + I) für die ganze Gemeinschaft oder bei den Meditationszeiten. Und Englisch ist auch kein Problem. Internationale Gäste sind willkommen....

Es ist hilfreich ein paar Tage früher zu kommen, da es dort soooo erholsam ist. Das Wetter ist oft wechselhaft und es ist kostbar auch warme Kleidung dabei zu haben (guter Wollpullover ist Pflicht) da die Räume nicht alle voll geheizt werden und das Wetter auch im Sommer (sehr) frisch sein kann. Für den Kurs empfehle ich noch unbedingt wasserdichte Schuhe und Kleidung die auch Draußen richtig warm hält.

Wer Ruhe und Frieden sucht an einem Platz wo andere einem auch mal richtig zuhören können ist hier richtig. Zudem gibt es täglich Stunden der Stille was mir selber sehr gut tut... Essen im Schweigen etc.

Wer will kann sich dort gleich für ein paar Wochen einmieten. Maximal wohnen dort ca. 60 Menschen. Was eher zum Jahreswechsel der Fall ist. Ich war auch einmal über Sylvester dort. Ganz anders und auch intensiv und zu empfehlen. - Wenn das Haus voll ist und doch still.


Weitere Infos findet Ihr auf der Homepage.





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